übers Malen von mediterranen Zauberwelten

Wenn ich mich in der Gegenwart nicht wohl und sicher fühle, dann schweife ich oft in Zukunftsvisionen ab. Nicht unbedingt um zu flüchten, sondern allein der Vorstellung von leichteren, schöneren Zeiten wegen, die sicher kommen werden. Wenn man dann anfängt mit vielerlei Farben zu zeichnen, realistische Zauberwelten zu kreieren, dann wird man sich der Vielzahl an Möglichkeiten bewusst. Sind sie irgendwie greifbar. Inspirierend. Motivierend. Heilsam. Also lass uns mal zusammen malen, komponieren und kreieren. Wie sieht sie aus deine Zauberwelt, in der du dich ganz und gar wohl fühlst bzw wohl fühlen könntest. Welche Farben nimmt sie an? Ist sie warm oder eher kühl? Laut oder leise? Welche Gerüche nimmst du wahr? Und welche Melodien?


Wenn ich mich gedanklich im Meer der unendlichen Möglichkeiten treiben lasse dann rieche ich Kieferbäume, Olivenöl und frische Kräuter. Thymian, Rosmarin und Lavendel. Ich höre Meeresrauschen und manchmal auch das leichte Treiben einer kleinen Vorstadt. Windspiele umhüllen das Haus mit dem Zauber von Kindheitserinnerungen und dem Knacken von brennendem Holz. Ein Korken ploppt aus einer guten Flasche Rotwein. Es ist warm, aber die Meeresbrise bewirkt ein angenehmes Gefühl auf der Haut. 26 Grad, leichte Brise. Das perfekte Klima. Mein perfektes Klima.

Die Erde ist trocken, die Flora nimmt beige-olive-tönige Farben an. Mediterraner Zauber. Ich wohne abseits der Stadt, aber nur soweit, dass ich mich bei jeder Gelegenheit in ihrem Trubel und ihrer Lebendigkeit wiegen lassen kann. Treibe mit den verschiedenen Klängen des bunten, vielseitigen Lebens. Ich schmecke Meersalz, Antipasti, Meeresfrüchte und guten Schafskäse. Trockenen Rotwein und Zitronen. Abends sitze ich auf warmen Sandstein. Weiße lange Vorhänge lassen sich vom Abendwind formen. Sie umspielen meine leicht salzige Haut. Die Stimmen von Menschen, die ich liebe, geben dem Innenhof Leben. Geschirr klirrt. Keramik auf Holz. Meeresblau auf Beige.

Mein Kleid ist hell und leicht. Wie mein Gedanken. An diesem Abend. In meiner mediterranen Zukunftsträumerei.