über das wohin, wie & warum

Ich war schon immer ein wahnsinnig analytischer Mensch, der alles wissen und jeden lesen können wollte. Schon immer habe ich alles so lange hinterfragt bis es statt Antwort nur noch mehr Fragen gab. Und schon immer war ich gedanklich mal hier, mal dort. Nie wirklich da. Nie wirklich klar. Wohin mit mir. Und auf wen trifft das nicht irgendwie zu? Das W-Phänomen? Ein "Generationsproblem"? Generation wohin, wie und warum...

Klar – Mitte 20 sind wir fast alle überall und nirgendwo, aber eben vor allem bei der Frage "und nun?". Sicherlich gibt es Menschen, die einfach machen. Ob nun aus voller Überzeugung oder gar Bequemlichkeit. "Passt schon". Wie oft saß ich die letzten Wochen da und hatte mich gefragt ob sich die Menschen um mich herum wohl die selbe Frage stellen und wie oft hatte ich gehofft, dass sie es tatsächlich tun.

Und wie oft hatte ich im selben Zug gehofft, dass ich es weniger täte.

Dass ich doch etwas mehr Vertrauen habe sollte. In jeden Schritt, jeden Weg. Zumindest ein wenig.

Wie wahnsinnig anstrengend es sein kann etwas mehr vom Leben zu erwarten. Obwohl es dafür gar nicht viel bräuchte. Etwas Mut vielleicht. Und eben Vertrauen.

Wie unfassbar frustrierend es sein kann zu merken, dass es das eben doch nicht ist. Dass man vielleicht doch zu sentimental für die nüchterne Marketing Welt ist. Sah Menschen 10 Stunden arbeiten, aber das persönliche Ziel dabei nicht. Das "Warum" und "Wofür". Auf lange Sicht.

Und so fragte ich mich jeden Abend ob die Menschen, mit denen man seinen Arbeitsalltag verbrachte, sich wohl die selben Fragen stellen. Wenn sie abends nach Hause kommen. Ob sie hinterfragen was sie tun. Und warum sie es tun. Und ob es nicht einfachere Wege gäbe, wenn es doch nur das Geld ist, welches sie morgens zur Arbeit bringt. Ob sich der ganze extra Aufwand lohnt. Und wo das Herz dabei bleibt...